Meine letzte «persönlich»-Seite für comm-on

Irgendwann geht alles einmal zu Ende; auch die Zeit während der ich mich für einen Verein engagiert habe, der mir sehr am Herzen lag. Im März 2013 habe ich dem comm-on_Vorstand mitgeteilt, dass ich per Generalversammlung von meinem Vorstandsamt zurücktreten werde.

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Seit mehreren Jahren habe ich mich mit grosser Freude und sehr engagiert für comm-on eingesetzt. Mein Engagement befasste sich vor allem mit dem Fotografieren von Veranstaltung, der Bereitstellung der Fotoaufnahmen für die Internetseite. Im weiteren habe ich die verschiedenen Drucksachen, das neue Sponsoringkonzept und die E-Flyer für die jeweiligen Veranstaltungen kreiert und realisiert. Ich bedaure, dass ich nun die Vereinsseite in der Zeitschrift «persönlich» nicht mehr gestalten werde.

Persönlich enttäuscht bin ich von den comm-on_Vorstandskolleginnen und -kollegen. Als Antwort auf mein Rücktrittsschreiben habe ich absolut keine Reaktion erhalten. Ich bin dem comm-on_Vorstand nicht einmal eine E-Mail wert, die wenigstens den Empfang meines Austrittsschreibens bestätigt.

Im Verlauf der letzten drei Jahre habe ich viel Zeit und Arbeit in den Verein investiert. Ich habe alle Vorstandssitzungen besucht (was andere nicht taten) und ich war an 95 Prozent aller Veranstaltungen persönlich anwesend und habe fotografiert, dokumentiert; und zwar jeweils vor Veranstaltungsbeginn bis über die Veranstaltung hinaus. Sollte man da nicht erwarten dürfen, dass man für die unzähligen Stunden und Arbeitsleistungen wenigstens mit einem Dankeschön belohnt wird? Bei comm-on darf man dies tatsächlich nicht erwarten; leider. Der Vorstand hat mein grosses Engagement mit keinem einzigen Wort gewürdigt. An der diesjährigen Generalversammlung von Ende April wurde durch den comm-on_Präsidenten lediglich mein Rücktritt bekannt gegeben. Kein Dankeschön, keine Erwähnung meiner Leistungen, nichts, gar nichts. Ob solcher Verhaltensweisen erlaube ich mir wohl zurecht, enttäuscht zu sein über meine ehemaligen Vorstandskolleginnen und -kollegen.

Im ersten Tertial dieses Jahres habe ich insgesamt eine Arbeitsleistung von sage und schreibe 6111.60 Franken erbracht (Fotografie, Bildbearbeitung, Broschüre, E-Flyer, Konzept, «persönlich»-Seiten). Leider ist dies für den comm-on_Vorstand zu wenig, um mein Engagement zu erwähnen, zu würdigen oder auch nur dafür zu danken.
In den oben genannten Arbietsleistungen sind Vorstandssitzungen (von der jede mindestens 3 Stunden dauerte und die monatlich stattfanden), Jahresmeeting, E-Mail-Bearbeitung und -beantwortung und so weiter, nicht mal eingerechnet.

Ein anderes Vorstandsmitglied, das genau eine einzige Vorstandssitzung besuchte, keine aktive Leistung für den Verein erbrachte und sich für comm-on nie einsetzte bekam von mehreren Vorstandsmitgliedern E-Mails, in dem der Rücktritt bedauert wurde und in denen ihm grosses Verständnis für seinen Rücktritt beteuert wurde. Da fragt man sich als engagiertes Vorstandsmitglied, was man wohl falsch gemacht hat. Die Antwort ist einfach: «Leider habe ich mich zu sehr engagiert und nicht bemerkt, dass meine Leistungen nicht geschätzt werden und dass ich lediglich ausgenutzt wurde». Schade eigentlich. Für mich persönlich heisst dies nun: «Ich werde mich nie mehr ohne Gegenleistung für einen Verein engagieren». Punkt.

 

PS – Selbstverständlich will der Verein von mir nun alle Fotoaufnahmen der Veranstaltungen der letzten zweieinhalb Jahre, plus alle Originaldateien der Drucksachen und der E-Flyer. Wieder ein paar hundert Franken Arbeitsleistung – gratis natürlich.

PPS – Sollte nun jemand auf die Idee kommen und meinen, ich sei enttäuscht, dann … dann ist das absolut korrekt – ich bin masslos enttäuscht von den comm-on_Vorstandsmitgliedern; persönlich hatte ich von diesen Menschen mehr Kompetenz erwartet. Doch wie heisst es so schön «errare humanum est».